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Spanische Stadtfeste


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Der Abend in Mocejón

Gleich am zweiten Abend unserer Tour, in dem sonst eher verschlafenen und unbedeutenden Ort Mocejón kurz vor Toledo, wurden wir Zeugen eines spanischen Straßen- und Stadtfests. Trotz der anstrengenden Tagesetappe, die hinter uns lag, blieben wir bis tief in die Nacht auf den Beinen, ohne zu ermüden. Es gab einfach so viel Futter für die Sinne.

Spanier lieben Lärm

Schon die Kleinkinder, von ihren Eltern zum Teil prächtig eingekleidet, tanzten zu neuester Techno-Musik, die in Disco-Lautstärke aus den Boxen eines Bierstands dröhnte, sich aber schon nach wenigen Metern mit ebenso lauter Rock- und Folklore-Musik zu einem unwiderstehlichen Dröhnbrei vermischte. Spanier lieben es laut, heißt es. Ein Feuerwerk, bei dem alles in den Himmel gejagt wurde, was nicht nur schöne Leuchtmuster erzeugt, sondern auch magenerschütternd donnert und kracht, bildete folgerichtig kurz nach Mitternacht den Höhepunkt des Fests.

Buntes Treiben

Bis in die Morgenstunden ging das bunte Treiben und Treibenlassen weiter, ohne an Lautstärke oder Ausgelassenheit abzunehmen. Menschen aller Altersstufen nahmen daran teil, ohne an Musiksorten Anstoß zu nehmen, mit denen sie nichts anfangen können.
Eine besonders erwähnenswerte Augenweide sind die Gruppen von Mädchen im Teenie-Alter, die auf solchen Festen gerne geschlossen in gleichartigen Shirts auftreten, deren Aufdrucke irgendeinen Verein oder eine Landjugend verrät. Dieses Verhalten dient offenbar dem Schutz und dem Herzeigen zugleich, geschickt und frech inszeniert.

Leckereien

Überall, wo man etwas trinken kann, bekommt man auch Tapas, die leckeren Appetithappen wie Calamares, Lomo (Fleischstückchen), Empadillas (gefüllte Teigtaschen), Salina (Sardinen) usw. Weiteres zu diesem Thema im Abschnitt Schlemmen und Schlürfen.